Schön war es
MA 0.5 /// MA 1

Kunst hat immer mehr einen fluiden und hybriden Charakter. Seit den achtziger Jahren nimmt die Bewegung nicht nur zwischen den Gattungen der Kunst sondern auch zwischen den unterschiedlichen Szenen zu. MA 0.5 und MA 1 gehen diesen Impulsen nach und versucht unterschiedliche kulturelle Ideen zu verbinden. AKIKOxRASMUS ist eine Kollaboration zwischen der Aiko Nakayama und Raums Zschosch, die 2016 begannen Live-Malerei und Sound-Improvisationen zu kombinieren. In ihren Konzerten und Performances gehen sie über die Grenzen ihrer Disziplinen hinaus und - durch den Gebrauch verschiedener Techniken - erweitern sie den kommunikativen Möglichkeiten und erschaffen ein einzigartiges Ton-Bild.

Aus MA 0.5 wird im Laufe des Abends MA 1.

Das Projekt findet statt mit freundlicher Unterstützung der JAZZ Age Wuppertal e.V.

Eintritt: 8.- € (für beide Veranstaltungen)

Weitere Informationen und Videos  zu MA 0.5 hier und hier!

 

MA 1///

JULES (NTS)

http://www.nts.live/shows/jules

BARTEL (Aeronautic Records)
https://www.facebook.com/bartelofficial/?fref=ts

MAIK OLLHOFF (MA1 / Sommerloch)
www.maikollhoff.de

Die Gesellinnen (WG)- arts
Christina Wicht x Anna Bartók

Bär ( Mauke / Sommerloch) - lights

 
EIN 1.8. - Veit-Johannes Stratmann

Freitag, 17. Juni 2016, 19.00 Uhr

Zum achten EIN - Abend hat der Neue Kunstverein Wuppertal Veit-Johannes Stratmann eingeladen. Wesentliches Mittel seiner Malerei ist die Entfaltung der Farbe, deren Anwendung nicht mehr beschreibend, sondern eher schichtend, überlagernd, freisetzend, d. h. allgemein forschend, eingesetzt wird. Sie beschwört den Möglichkeitssinn, dessen Qualität ein Spiel von Empfindung und Imagination ermöglicht. Dargestelltes und Darstellung werden ununterscheidbar, denn erst durch die farbliche Operation des Malens gelangt das Bild zu seiner Einheit. Deshalb sind die Köpfe von Veit Johannes Stratmann auch keine mimetische Repräsentation, sondern Ergebnis eines konstruktivistischen Ansatzes, den er an diesem Abend zur Diskussion stellt.





"EIN - 1 Abend, 1 KünstlerIn, 1 Werk, 1 Bar" ist eine Veranstaltungsreihe des Neuen Kunstverein Wuppertal. In loser Folge werden sich Künstlerinnen und Künstler mit einem Werk an einem Abend im Ausstellungsraum des Vereins in der Hofaue 51 vorstellen. Weitere Vorgaben gibt es nicht. Die Vorstellung kann zu einem Gespräch über das Wetter oder die Kunst führen, die/der KünstlerIn kann befragt werden oder selber Fragen stellen, es kann geschwiegen, diskutiert, gestritten, geliebt oder getrunken werden. Die Bar ist an diesem Abend geöffnet.

 
Duftende Farben, die Rolle des Olfaktorischen im Futurismus und olfaktorische (Re-)Konstruktionen

Donnerstag, 28. April 2016, 19.30 Uhr

Duftende Farben, die Rolle des Olfaktorischen im Futurismus und olfaktorische (Re-)Konstruktionen
Ein Vortrag und eine Präsentation von Caro Verbeek
im Rahmen der Reihe Olfactismus - Über den Geruch


Installation zum Vortrag von Caro Verbeek


Duft war eine Quelle der Inspiration sowie Ausdrucksmittel der bildenden Künstler zur Zeit des 'Fin de Siècle'. Vor allem zwischen den Kriegen organisierten Futuristen, Dadaisten und Surrealisten duftende Poesie, Rezitationen, Performances und erfanden aromatisches Spielzeug sowie parfümierte Skulpturen und duftende Künstlerbücher. Leider sind die meisten dieser Ereignisse und Objekte nicht mehr erfahrbar als Geruch; sie sind verloren oder nie aufgezeichnet worden. Daher die (Re-) Konstruktion der kunsthistorischen Düfte in Zusammenarbeit mit IFF (International Flavours & Frangrances) und verschiedenen Institutionen. Sie ermöglicht es dieses flüchtige Erbe zu erhalten und zu erleben.

Caro Verbeek (1980) ist Kunsthistorikerin und Kuratorin mit Fokus auf die sogenannten unteren Sinne. Sie erwarb einen MA in olfaktorischer Kunst und einen MA in taktiler Kunst an der Universität von Amsterdam und ist derzeit Doktorandin an der VU University Amsterdam. Ihr Ziel ist die (Re)-Konstruktion historischer Düfte im Verhältnis zum historischen Kontext und deren Präsentation in Institutionen (Rijksmuseum, Amsterdam, Villa Rot, Burgrieden Mediamatic, Amsterdam). Sie unterrichtet die Reihe 'The OtherSenses' an der Royal Academy of Arts (Den Haag) und erstellt olfaktorische Touren in Museen.

 
Andreas Bär - Melodie und Melos

Sonntag, 24. April 2016, 19 Uhr

Melodie und Melos
Werke von Bär, Debussy und Bach
Andreas Bär (Sopran-, Alt- u. Tenorsaxophon)




Wenn der Atem das Schilfblättchen nicht mehr zum Schwingen bringt, ist keine Musik mehr da. Das Saxophon ist ein Holzblasinstrument, und es sind die aus Schilf geschnittenen Blättchen der Holzblasinstrumente, die, wie Stimmbänder durch darüber hinweg streichende Luft, zu klingen beginnen. Ein Saxophonist benötigt demzufolge Luft in ausreichendem Maße, um während eines Solokonzertes die Vielseitigkeit, den Klangreichtum und die Dynamik seines Instrumentes zeigen zu können. Der Saxophonist und Komponist Andreas Bär versetzt aber nicht nur die Luft virtuos in Schwingungen, er trägt seinen Atem in die Musik die er spielt.

Das Konzert: Melodie und Melos, bezieht sich auf eine beliebte Eigenheit der Melodie. Es geht um ihre Fähigkeit ein weites Spektrum positiver Empfindungen entstehen lassen zu können. In diesem Konzert weichen Klang und Sound als prioritäre Anliegen aktueller Musikgestaltung, hinter Interpretation und Form zurück. Die Melodie wird als unbegleiteter Klang, zur Trägerin ihrer eigenen Harmonien und Rhythmen. Sie bewegt das Gemüt und entführt uns durch ihre harmonische Nachvollziehbarkeit in eine Empfindungswelt die von Schönheit geprägt wird und es erweist sich, dass die bedeutende Rolle der Melodie als Schöpferin angenehmer und willkommener Zustände immer noch wirkungsvolle Gültigkeit besitzt. Das Melos ist aus historischer Sicht eine Urform der Melodie. Es sei, so nimmt man an, das Resultat der Entdeckung der Obertonreihe. Wieder einmal waren die antiken Philosophen Griechenlands daran beteiligt, welche schließlich, aus dieser Entdeckung Intervallbe­ziehungen zwischen Tönen konstruierten. Das Melos diente den Rhapsoden jener Zeit zur Rhythmisierung und emotionalen Färbung längerer epischer Werke, wie z.B. den Ge­sängen Homers. In diesem Konzert wird das Melos als eine Melodie betrachtet, deren Tonfolge sich von tonaler Moll-Dur Beziehung, klassischer Formgebung und rhythmischer Einteilung gelöst hat. Düster, dunkel, heftig, seltsam, komisch. Weiter von ihrem Ursprung entfernt ist es schließlich nur noch das abstrakte Geräusch einer Folge von Tönen. Ein Zustand wie beim Lauschen auf das Rauschen einer nächtlichen Stadt.



Programm

Allemande (J.S. Bach)

Arabeske (a:bär)

Flurrie (a:bär)

Blumen (a:bär)

Serenade (a:bär)

- Pause -

Melodie und Melos (a:bär)

Syrinx (Debussy)

© K.Krauskopf

Auf liebend seliger Schwinge (a:bär)


Dauer ca. 1:15'


Eintritt 10.- €/8.- € (Mitglieder), 4,50 € (Kinder/Jugendliche)

 

Tickets hier online bestellen!


Weitere Informationen/Kontakt
Homepage: www.abaer.net
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Online Shop: www.a-baer-music-shop.de

 
Abstrakte Überreste

Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr

Ein Objekt von Arpad Dobriban
Vortrag-Geruch-Geschmack
im Rahmen der Reihe Olfactorismus - Über den Geruch


Arpad Dobriban: Abstrakte Überreste (Det./Ausschnitt)


Im Geschmack - der im starken Maße vom Geruch und dessen Wahrnehmung abhängig ist - bündeln sich Spuren von Handlungen. Wie wir uns die Welt einverleiben, zeigt unser Blick auf die Welt. Kochen als älteste, überlebenswichtige Kulturtechnik des Menschen ist eine Metapher für unseren Umgang mit den Dingen. Der Herd und die Küche sind das eigene Universum, in dem wir, wenn wir es wollen, selbstbestimmt agieren können. Das sind einige der Kernsätze von Arpad Dobriban, mit denen er Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.

Arpad Dobriban hatte in den achtziger Jahren vor allem bei Nam June Paik (zuletzt als Meisterschüler) an der Düsseldorfer Kunstakademie und in der Kochklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt studiert. Seitdem hat er systematisch ein Werk aufgebaut, das sich um zwei Pole gruppiert: zum einen um Filme und Photographien (die sich hauptsächlich darum drehen, ihr jeweiliges Medium zu analysieren und zu reflektieren), zum anderen um Erforschungen und Inszenierungen von Speisen – eine Kritik des Geschmacks.

 
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