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10 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ JAHRE⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ NEUER KUNSTVEREIN WUPPERTAL

 

 
10⠀ ⠀ ⠀ ⠀ ⠀ ⠀ ⠀ EINLADUNGEN ⠀ ⠀⠀ ⠀⠀ ⠀ ⠀ ZUM ⠀ ⠀ ⠀ ⠀ ⠀ JUBILÄUM

Im Mai 2010 eröffnete die erste Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal mit dem Titel „Wir laden ein", eine programmatische Gruppenausstellung, zu der die Mitglieder Künstler*innen auswählten und persönlich einluden, um ihre Ideen über zeitgenössische Kunst und zur zukünftigen Ausrichtung des Vereins vorzustellen. Die Entscheidung potenziell alle Mitglieder in die kuratorischen Prozesse einzubeziehen ist im Konzept des Vereins fest verankert. Zehn Jahre später öffnen die Mitglieder ihren Kreis. Zum Jubiläumsjahr verliehen sie unterschiedlichen Persönlichkeiten der Kunst- und Kulturlandschaft eine „carte blanche" und baten Sie, für den Verein Künstler*innen einzuladen. Daraus entstand das Ausstellungsprogramm „10 Jahre Neuer Kunstverein Wuppertal – 10 Einladungen zum Jubiläum".

 

Informationen zum gesamten Programm

 
3. EINLADUNG

Julia Wilczewski
IN A SPEARMINT’S AIR LANE
SHIT- AND GOLDSTORMS
eingeladen von Marlene Baum
11. - 19. September 2020
Eröffnung: Freitag, 11. September 2020, 19 Uhr


Julia Wilczewski, Augenpaar (im rechten Auge die Rede, im linken das Wahre – was eben dieser Mann im rechten Auge ist, den gerade verehre ich), 2019, Graphit, Buntstift, Öl-Pastell, Kugelschreiber und Gelroller auf Papier.

 

„Dem System lückenloser Überwachung und Kontrolle, der Lenkung und Verfälschung unseres Begehrens durch Automaten, setze ich eine Imagination entgegen, die ich samt allen Diskontinuitäten und Ideensprüngen präzise auszufigurieren versuche. Die Bilder bewegen sich dabei in einer Welt, die den Tieren, Menschen und Göttern gemein ist. Unterschiedlichste Materialien und Farben fusionieren zu neuem Leben, unvorhersehbar, nackt und veränderlich.“     
(Julia Wilczewski)

Wie die Künstlerin ihr Konzept realisieren wird zeigt ein Modell, das sie im Neuen Kunstverein Wuppertal vorstellt:
In einem Projekt des Philosophen Ludger Schwarte (Kunstakademie Düsseldorf) „Plastische Demokratie“ anlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys im Jahr 2021, werden in einem Arbeitskreis neue Formen des Zusammenlebens und Arbeitens in Freiheit ermittelt. Als Teilnehmerin ist Julia Wilczewski dabei, in Zusammenarbeit mit Herbert Willems die entsprechende Architektur zu konzipieren: Ein riesiger, bewohnbarer Speer soll vor der Kunstakademie von den Rheinwiesen aus ins Unbekannte fliegen. In der goldenen Spitze werden sich künftige Freiräume für Kunst und Leben eröffnen, fern von fremdbestimmten Regeln des Immergleichen unseres zunehmend automatisierten Lebens hin zur Entfaltung der eigenen Potentiale – sicher auch im Sinne der „Sozialen Plastik“, wie sie Joseph Beuys verstanden hat.
(Marlene Baum)


VIDEO
Julia Wilczewski und Marlene Baum sprechen über die Entstehung 
der Ausstellung 
IN
A
SPEARMINT’S
AIR
LANE – SHIT-
AND
GOLDSTORMS
 im Neuen Kunstverein Wuppertal.
(Dauer: 4:17 Minuten, Video und Sound: Michael Baudenbacher)

 
4. EINLADUNG

Moritz Albert
MitGift
eingeladen von Dirk Balke
25. September - 3. Oktober 2020
Eröffnung: Freitag, 25. September, 19 Uhr

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung, Samstag, 3. Oktober 2020, 19 Uhr
Lesung aus Die Braune Pest von Frank Arnau und Diskussion 
mit Soraya Sala (Schauspielerin), Lukas Hegemann (Philosoph, Geschäftsführer "die Börse") und Dr. Adrian Jesinghaus (Klingen-Verlag).


Moritz Albert, Spiel, Platz, 2018, Öl auf Leinwand.

 

Moritz Albert malt Menschen. Häufig in der Nähe des Portraits, immer mit einem offenen Narrativ. Dabei steht die Selbstdarstellung der Figuren und deren Weiterverarbeitung durch den Künstler im Wandel der Zeit im Mittelpunkt. Politische Strömungen fließen ein und werden kritisch beobachtet. Unruhe und Ängste des Künstlers und seiner Umwelt werden offengelegt, aber nicht ausgewertet. So entstehen Arbeiten, die beobachten und hinweisen wollen, ohne belehrend oder zu eindeutig lesbar zu sein.

 

 
5. EINLADUNG

Julia Bünnagel 
DEAD AIR
eingeladen von Frauke Berg
9. - 17. Oktober 2020
Eröffnung: Freitag, 9. Oktober, 18 - 22 Uhr

Julia Bünnagel, Dead Air, 2020.

 

Julia Bünnagel arbeitet spartenübergreifend als Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin. Ihre gattungssprengenden Arbeiten umfassen Skulpturen, großformatige modulare Installationen, Kunst am Bau und Soundobjekte bis zu Schriftbildern und Publikationen. Als Quellen für ihre Arbeiten dienen ihr audiovisuelle Beobachtungen aus Kybernetik, Architektur, Science-Fiction, Musik und Wahrnehmungstheorie.