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Sebastian Dannenberg - AMERICAN STANDARD

30. November 2019 bis 11. Januar 2020
Eröffnung: 29. November, 19 Uhr



2019 © Sebastian Dannenberg

 

Den Raum erkennen, den Raum schätzen und den Raum nutzbar machen, das sind Eigenschaften die zwar anzuerkennen sind aber keinesfalls notwendig scheinen im Schaffen eines Malers. Für Sebastian Dannenberg ist der Raum nicht der wichtigste Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Er geht von der Malerei aus. Sie ist die Basis und der Schlüssel. Sein grundlegendes Verständnis von räumlichen Zusammenhängen und Strukturen wird jedoch in jeder seiner Arbeiten sichtbar. Der Raum oder die Architektur sind nicht wegzudenken. Gemeint ist der faktische bzw. physische Raum und der potenzielle Raum, der Raum dahinter.
Malerei und Raum kommen in dem Moment zusammen, in dem Sebastian Dannenberg, gern satt und massig, Farbe unmittelbar auf die Wandfläche oder skulpturale Elemente setzt. Und wenn er neue Räume oder Zusammenhänge und ein Bewusstsein dafür schafft, durch das Zusammenbringen von Farbe und einfachen Materialien wie Aluminiumblech, Leuchtstoffröhren, Holz oder Schrifttypen in scheinbar bloßer Positionierung. 

Frisch aus den USA zurück, spricht Sebastian Dannenberg in seiner Ausstellung „American Standard“ mit seiner fast instabilen und ephemer erscheinenden raumgreifenden Arbeit den „amerikanischen“ Umgang mit architektonischen Mitteln an. Diese baulichen Konventionen, deren Materialien uns zwar bekannt vorkommen, sind doch in ihrer Formulierung aus einer europäischen Vorstellung vom massiven, beständigen Bau vollkommen fremd.