Rückblick
Schulkooperation - Landschaft

08. November - 18. November 2018
Eröffnung: Donnerstag, 08. November 2018, 18 Uhr



OGS Am Nocken beim Ausstellungsbesuch phantasmidae

 

Der erfolgreiche Kooperationsverbund zwischen dem Neuen Kunstverein Wuppertal und fünf Wuppertaler Schulen geht weiter.

Im kunstpädagogische Vermittlungs- und Arbeitsprojekt setzten sich die Schülerinnen und Schüler von 6 - 18 Jahren in ganz unterschiedlicher Weise mit Arbeiten von Künstlern auseinander die sie in Ausstellungen im Neuer Kunstverein Wuppertal besucht haben.

Mit der Ausstellung "Landschaft" verbinden die Schulen nicht nur Ausstellungsbesuche im Neuen Kunstverein Wuppertal; sie inspirieren sich auch bei gemeinsamen Treffen gegenseitig zu neuen eigenen Ideen.
Wir sind gespannt auf ihre künstlerischen Auseinandersetzungen mit "Landschaft", "Wesen", "Räumen" und "Haariger Natur"
Die Präsentation der künstlerischen Arbeiten aus den Bereichen: Installation, Objekt, Zeichnung, und Malerei im Neuen Kunstverein Wuppertal verspricht, wie bereits in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Ausstellung zu werden.

 
Ben Greber - STILLLEGUNG

16. März - 5. Mai 2018
Eröffnung: Freitag, 16. März 2018, 19 Uhr


© Ben Greber

 

Die Ausstellung Stilllegung ist Ergebnis einer biografischen und künstlerischen Umgestaltung und Verwandlung. Ben Greber hat als Bildhauer gegenständliche Werke geschaffen und abstrahiert nun schrittweise seinen eigenen Fundus. Hierzu werden die Arbeiten zerlegt, archiviert, bearbeitet und schließlich zu neuen Plastiken. Auch wenn ursprüngliche Formen und Inhalte teilweise erkennbar sind, führt die 'Entgegenständlichung' zu einem anderen und neuen künstlerischen Verständnis.

Diesen Prozess vollzieht Ben Greber auch im Umgang mit der eigenen Biografie, die Grundlage seines Schaffens ist. Sein Großvater baute im zerbombten Wuppertal in akribischer Arbeit eine Modelleisenbahn, die Ben Greber für die Ausstellung Kunstverein samt Setting nachbaut und zum Ausgangspunkt inhaltlicher und formaler Entgrenzungen macht. Er beschreibt damit auch ein schon im Jugendalter verspürtes "Unbehagen, in einer Umgebung zu leben, in der alles fertig und abgeschlossen ist" und liefert einen Gegenentwurf zu intakten, vollendeten Wunschwelten: Welten, die darauf warten, immer neu gestaltet zu werden.

Die Ausstellung wird begleitet von Gesprächsrunden und ist zudem Grundlage einer neuen Publikation des Künstlers.

 

 

 
In your dream they are not / words

31. August - 28. September 2018
Eröffnung: Freitag, 31. August 2018, 19 Uhr

 

Lucie Freynhagen, Paul Barsch, Doris Tsangaris, Mylasher, Dominik Bucher, Fares Rj, Zeenat Nagree, April Martin, Timo Fahler, Anna Orlikowska, Kandis Williams, Charlotte Perrin, Tilman Hornig and more

english version below


Vorstellungskraft ist ein fundamentaler Teil des Lesens, Hörens und Verstehens eines Gedichts. Ein Gedicht schafft einen Moment der Ruhe in Raum und Zeit und wirft zurück auf den persönlichen Resonanzraum der eigenen Erfahrung, des Gefühls und der Phantasie. Poetik ist eine persönliche Sprache, geboren aus der Kluft zwischen Schöpfer und Wahrnehmendem. In einer Zeit der Hysterie, Gleichzeitigkeit, Informationsflut und Oberfläche erzeugt Poetik einen wichtigen Moment des Innehaltens.

Die Ausstellung In your dreams they are not / words zeigt internationale künstlerische Arbeiten, die in unterschiedlichen Medien wie Performance, Skulptur, Malerei, Fotografie und Video den Begriff der Poetik erweitern. In einer Welt des Informationsüberflusses, der Datenauswertung und ständigen Ablenkung vom gegenwärtigen Moment widmet sich die Ausstellung den spezifischen Qualitäten und der Relevanz von Poesie und Poetik in der heutigen Zeit.

Die Ausstellung wird kuratiert von Lara Schoorl und Svenja Wichmann. Nach der Ausstellung wird eine Publikation mit Beiträgen der teilnehmenden Künstler erscheinen.

Lara Schoorl ist eine Lyrikerin, Kunsthistorikerin und Kuratorin aus den Niederlanden und lebt in Los Angeles wo sie die Zeitschrift Close Distance leitet. Ihre Texte sind unter anderem in The Los Angeles Review of Books, The University of Arizona Poetry Center 1508 Blog, FOUNDATIONS, und The Conversant zu finden, weitere Arbeiten werden bei The Green Lantern Press (2018) sowie Not a Cult (2019) erscheinen. Im Verlauf des Jahres 2018 schreibt sie ein Buch in Begleitung von BBQLA’s Ausstellungserie american fine arts, die in sieben Teilen durch 15 US-Städte reist. Sie studierte an der Universität Amsterdam sowie am Art Institut in Chicago.

Svenja Wichmann ist freischaffende Künstlerin und Mitglied des Neuen Kunstverein Wuppertal. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden sowie aktuell an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Medien und entwickelt künstlerische Gesamtsituationen an der Schnittstelle von Installation, Ausstellung und Performance.

 

Presseinformationen

 

 

What else is poetry beyond words on a page? A lust for language, a vacillation between the quietness and turbulence of time and space captured in voices of imagination, touch, fantasy and thought. Poetry is a personal language conceived in the crevice between maker and interpreter. In a time of hysteria and simultaneity poetry creates an important moment of pause and reflection.

In your dreams they are not / words shows works that expand the definition of poetry into and through their different artistic media, such as performance, sculpture, painting, photography or film. The exhibition is an experiment that deals with the relevance of poetry and poetics in a world where an excess of information and data-evaluation distracts us from the contemporary moment and our individual and collective selves.

The Exhibition is curated by Lara Schoorl and Svenja Wichmann. Following the Exhibition an artist publication with contributions of all participating artist will be made.

Lara Schoorl is a poet and art historian from the Netherlands and currently lives in Los Angeles where she runs Close Distance journal. Her writing can be found at The Los Angeles Review of Books, The University of Arizona Poetry Center 1508 Blog, FOUNDATIONS, and The Conversant, and is forthcoming with The Green Lantern Press (2018) and Not A Cult (2019). Over the course of 2018 she is writing a book alongside BBQLA‘s migrating exhibition series american fine arts that, in seven parts, travels to 15 different cities throughout the US. She studied at the University of Amsterdam and the School of the Art Institute in Chicago.

Svenja Wichmann is a visual artist and member of Neuer Kunstverein Wuppertal. She studied at Hochschule für Bildende Künste Dresden as well as currently at the Academy of Media Arts Cologne. She works in different artistic media and develops conceptual Situations at the Intersection of Installation, Exhibition and Performance.

 

Press release

 

Die Ausstellung wird gefördert von
The Exhibition is kindly supported by

Kulturbüro Wuppertal
Bergischer Kunstfonds

 

 
phantasmidae

Norbert Kraus/Thomas Seidel


19. Januar - 3. März 2018
Eröffnung: Freitag, 19. Januar 2018, 19 Uhr

 

Norbert Kraus, Mumie, Still aus: phantasmidae, 2017; Installation, 3 Kanal Video, HD, 6Kanal Ton, 14 Min. (Loop)

 

Die für den Kunstverein konzipierte Ausstellung spielt im Titel auf den Gattungsbegriff der Phasmiden, der sogenannten Gespenstschrecken, an. Charakteristisch für diese Insekten sind ihre überdurchschnittliche Größe und ihre interessante, sonderliche Gestalt. Norbert Kraus benutzt Grafiken des 18. Jahrhunderts als Grundlage seiner Computeranimationen bzw. Videos, die Insekten in ihrem Gestaltwandel und Bewegungen zeigen. Dabei sind die von ihm programmierten Darstellungen auf den drei Leinwänden der Installation fiktiv und werden zu einem phantastischen Panoptikum im Raum.

Dies verstärkt sich durch die Verbindung der animierten Bilder mit den Ton-Kompositionen von Thomas Seidel, die eine eigenständige Klang- und Zeitcharakteristik aufweisen, und in einem gemeinsamen Arbeitsprozess aufeinander abgestimmt wurden. So entsteht eine vielschichtige Choreografie mit unvorhergesehenen Korrespondenzen: Leben, Entwicklung, Bedrohung und Stillstand im Regiment der Zeit als Aufführung von Schönheit (Kraus).

Die Animationen und Kompositionen bringen geheimnisvolle Bilder im fantastischen Sinne hervor; Phantasien, in denen das Wunderbare und das Monstr
öse, das Schöne und das Unheimliche zusammenfindet.

 

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung

Freitag, 16.02.2017, 19 Uhr: Vorführung - Animationen, Soundkompositionen und Gespräch mit Norbert Kraus und Thomas Seidel

 

 
Martin Schwenk - Schaumfeld

8. Juni - 21. Juli 2018
Eröffnung: Freitag, 8. Juni 2018, 19 Uhr

 

© Martin Schwenk


"Was für einen Zweck hat es, dass man ein Bild macht, dass genau wie die Natur sein soll, und alle wissen: Gerade die Natur kann ein Bild nicht sein, und soll und darf es auch nicht sein. Wer ist bloß auf den Einfall gekommen, dass die Natur nur was zum Sehen ist. Wer die Natur wirklich kennt, kann sie eher hören als sehen, fühlen als riechen, ja, weiß Gott, und vor allem ist man sie doch. Ganz gewiss ist die Natur vor uns, und hinter uns; sie ist über und unter einem, ja, und in einem drin; aber hauptsächlich ist sie doch in der Zeit, verändert sich ständig und gleitet ständig, ist mit jedem Augenblick anders, aber nie in einem viereckigen Rahmen." (Halldór Laxness, Atomstation, 1948)

Die Ausstellung von Martin Schwenk ist die dritte Folge einer Reihe, die sich unter verschiedenen Aspekten mit dem Verhältnis von Natur und Kunst auseinandersetzt. Dabei wird in der Kunst Natur einerseits als Basis und Gegensatz zur Kultur, anderseits als ästhetische Einheit der Wahrnehmung und Vorstellung begriffen.

"Nach meiner Auffassung schafft Skulptur die Möglichkeit einer Betrachtung und Empfindung, wie sie auch in der Natur entstehen könnte. Allerdings nicht durch Imitation von Natur, sondern, indem sie die Mechanismen von natürlichem Wachstum und kulturell geprägter Naturbetrachtung zusammenbringt. So entsteht etwas, was auf unsere Vorstellung von Natur anspielt.
In der Ausstellung für den Neuen Kunstverein Wuppertal wird es unter anderem um die formalen Qualitäten von PU-Schaum gehen, der ungewöhnliche Parallelen zu natürlichem Wachstum aufweist." (Martin Schwenk)

 

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

KÜNSTLERGESPRÄCH MIT MARTIN SCHWENK
19. Juli, 19 uhr

 

 


 
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