Rückblick
Sebastian Dannenberg - AMERICAN STANDARD

30. November 2019 bis 11. Januar 2020
Eröffnung: 29. November, 19 Uhr
VERLÄNGERT BIS 18.1.2020



2019 © Sebastian Dannenberg

 

Den Raum erkennen, den Raum schätzen und den Raum nutzbar machen, das sind Eigenschaften die zwar anzuerkennen sind aber keinesfalls notwendig scheinen im Schaffen eines Malers. Für Sebastian Dannenberg ist der Raum nicht der wichtigste Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Er geht von der Malerei aus. Sie ist die Basis und der Schlüssel. Sein grundlegendes Verständnis von räumlichen Zusammenhängen und Strukturen wird jedoch in jeder seiner Arbeiten sichtbar. Der Raum oder die Architektur sind nicht wegzudenken. Gemeint ist der faktische bzw. physische Raum und der potenzielle Raum, der Raum dahinter.
Malerei und Raum kommen in dem Moment zusammen, in dem Sebastian Dannenberg, gern satt und massig, Farbe unmittelbar auf die Wandfläche oder skulpturale Elemente setzt. Und wenn er neue Räume oder Zusammenhänge und ein Bewusstsein dafür schafft, durch das Zusammenbringen von Farbe und einfachen Materialien wie Aluminiumblech, Leuchtstoffröhren, Holz oder Schrifttypen in scheinbar bloßer Positionierung. 

Frisch aus den USA zurück, spricht Sebastian Dannenberg in seiner Ausstellung „American Standard“ mit seiner fast instabilen und ephemer erscheinenden raumgreifenden Arbeit den „amerikanischen“ Umgang mit architektonischen Mitteln an. Diese baulichen Konventionen, deren Materialien uns zwar bekannt vorkommen, sind doch in ihrer Formulierung aus einer europäischen Vorstellung vom massiven, beständigen Bau vollkommen fremd.

 
Katrin Roeber - Gesteins

6. September - 12. Oktober 2019
Eröffnung: Freitag, 6. September 2019, 19 Uhr

Download Einladung/Termine


© Katrin Roeber, Stein und Wolff I, 2018, 70 x 100 cm, Gouache und Öl auf Leinwand


In dem Werk von Katrin Roeber bilden zum einen oft historische Gattungen einen Subtext in ihrer Malerei und ihren Installationen, zum anderen ist ihr Oeuvre geprägt von einem Prinzip der Collage, bei dem die Verbindung disparater Elemente über die faktische Realität des Motivs hinausweist und unterschiedliche Referenzebenen miteinander in Bezug gesetzt werden. Ihre Bilder und Installationen sind Ergebnis eines dialektischen Prozesses aus eigener Wahrnehmung und kunsthistorisch geprägten Vorstellungen. Sie sind damit Ergebnisse einer Auseinandersetzung mit ästhetischen Ideen. Sie visualisieren den künstlerischen Prozess und die Erfahrungen von Katrin Roeber, die die Betrachter*innen sehend nachempfinden und auf dessen Grundlage sie eigene, neue Vorstellungen entwickeln können.

Katrin Roeber, Absolventin der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Kunstakademie Düsseldorf, präsentiert in ihrer Ausstellung für den Neuen Kunstverein Wuppertal auch zwei neue Serien, "Stein und Wolff" und "Gesteins". In diesen setzt sie sich einerseits mit Gebirgs- bzw. Steinformationen und Farbskizzen des Schweizer Malers Caspar Wolff (1735-1783), andererseits mit der Landschaft des Neandertals auseinander, die für die Düsseldorfer Malerschule des 19. Jahrhunderts die Wiege der Landschaftsmalerei war. Spannend war für sie, "dass die Formationen nur noch als Steinbrüche oder 'übriggebliebene' Schauwände existieren. Mich interessierte dabei, trotzdem einen monumentalen und archaischen Eindruck zu erzielen, als würden wir nicht auf Felsen, sondern in das Maul oder Auge eines Urzeittiers blicken." (Katrin Roeber)

 

Veranstaltung zur Ausstellung

Samstag, 28.09.2019, 16 Uhr

 

Katrin Roeber und Hannah Eggerath: Präsentation und Lesung

Katrin Roeber präsentiert ihr Kinderbuch "Flavius und die Blutwurstfalle" und "Im Gesteins", ein Vortrag von Hanna Eggerath zur Geschichte des Neandertals und seiner Darstellung in der Malerei
 
Schulkooperation 2019 - Schnittstelle

07. November - 16. November 2019
Eröffnung: Donnerstag, 07. November 2019, 18 Uhr


 

Zum siebten Mal zeigen wir die jährlichen Ergebnisse der erfolgreichen Schulkooperation von fünf Wuppertaler Schulen und dem Neuen Kunstverein Wuppertal. Seit acht Jahren existiert der Kooperationsverbund, in dem Klassen unterschiedlicher Jahrgänge die Ausstellungen besuchen und sich im Schulunterricht damit auseinandersetzen. Das erfolgreiche kunstpädagogische Vermittlungs- und Arbeitsprojekt entwickelt sich stetig weiter zu einem nachhaltigen kreativen Netzwerk.

 
BOX

13. Juli - 18. August 2019
Eröffnung: Freitag, 12. Juli 2019, 19 Uhr

 

Mit Stella Jermann, Manuel Gröger, Nico Pachali und Jonas Hohnke.

 

Seit 2016 bietet der Neue Kunstverein Wuppertal in den sonst ungenutzten Sommermonaten speziell jüngeren Künstler*innen und Kuratorenteams die Möglichkeit, Leben in den Ausstellungsraum zu bringen. So entsteht in diesem Jahr das Ausstellungsprojekt BOX. Die BOX, ein Raum im Raum des Kunstvereins, bietet einen visuellen Rahmen und eine Orientierung im Programm des Kunstvereins. Sie bringt die Künstler*innen Stella Jermann, Manuel Gröger, Jonas Hohnke und Nico Pachali zusammen. Vier sehr unterschiedliche, spannende, junge Positionen aus Düsseldorf, Hannover und Wuppertal - Beispiele einer Generation, die gerne subjektiv und immer auf der Suche oder in Bewegung ist.


Stella Jermann ist in ihrer künstlerischen Arbeit nicht auf ein bestimmtes Medium festgelegt. Seit 2016 studiert sie an der Kunstakademie Düsseldorf, seit 2018 in der Klasse von Martin Gostner. Im Rahmen des Projekts BOX zeigt die Künstlerin eine performative Arbeit, die sich durch ihre Abwesenheit auszeichnet. Basis der Arbeit ist ein Vorgang des Badens, einem Ritual ähnlich, in einem Gesamtzeitraum von drei Jahren mit immer unterschiedlichen Menschen an immer demselben Ort von der Künstlerin durchgeführt.

Manuel Gröger studiert seit 2014 an der Kunstakademie in Düsseldorf, die er im diesjährigen Sommer bei Siegfried Anzinger abschließen wird. In Malerei und Zeichnung schafft er vereinzelnde oder verworrene Bildwelten, die durch ihre starke Farbigkeit einen Sog erzeugen und den Betrachter vereinnahmen.

Jonas Hohnke hat Bildhauerei an der Kunstakademie Münster studiert. Als Meisterschüler von Prof. Guillaume Bijl und Prof. Ayşe Erkmen schloss er sein Studium 2015 ab. Seiner künstlerischen Arbeit kann eine wunderbare Ironie zugrunde liegen, die Alltäglichkeiten oder Ortsspezifisches aufnimmt und visuell thematisiert.

Nico Pachali studierte seit 2012 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und schloss sein Studium als Meisterschüler von Thomas Rentmeister und Isa Melsheimer ab. Er besuchte zudem die Klassen von Aurelia Mihai und Bogomir Ecker. Seine künstlerischen Arbeiten sind in einer kontinuierlichen Bewegung. Der Aspekt der Möglichkeit, der Möglichkeit sich zu erweitern, sich zu transformieren und durch Faltung zu verkleinern, ist in ihrer Omnipräsenz doch im Ausstellungsraum nicht mehr vorhanden. Sein Medium ist die Zeichnung auf Papier, diese können sich durch Klebeband verbinden und so eine weitere Dimension, ein Volumen erhalten.

 

Organisiert von Hanna Kuster und Lisa Thiele

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:


 
Alexis Myre - The Internet Is Forever Or So I've Been Told

10. Mai - 15. Juni 2019
Eröffnung: Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr



© Alexis Myre

 

Jedes der Kunstwerke von Alexis Myre ist ein kleines Universum für sich: eine Sphäre, in der natürliche Materialien, geometrische Muster und symbolische Bezüge aufeinandertreffen. Diese Elemente sind in mathematische Systeme eingebunden, in denen Nadeln, Fäden, Skulpturen und Bleistiftlinien jeden Gegenstand und seine Beziehungen darstellen – es entsteht ein Mikrokosmos aus Ordnung und Einfluss.

Myre studierte Mathematik, bevor sie das California College of the Arts mit einem Schwerpunkt in Schmuck- und Metallkunst abschloss. Sie erhielt das Windgate-Stipendiat und hat an verschiedenen Künstlerresidenzprogrammen teilgenommen, unter anderem in Indien, New Mexico, Maine und Houston, USA. Myre arbeite für verschiedene Projekte mit der Malerin Pat Steir, der Dichterin Anne Waldman und dem Filmemacher Ed Bowes zusammen. Ihre Mixed-Media-Skulpturen, Zeichnungen und Wandarbeiten und ihr Schmuck wurden an verschiedenen Orten in New York City, Brooklyn, Baltimore, Houston, San Francisco und Indien gezeigt. Myre lebt und arbeitet derzeit in Brooklyn, New York.

 
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