Vorschau
Die Hand vor Augen

11. Januar - 16. Februar 2019
Eröffnung: Freitag, 11. Januar 2019, 19 Uhr


© Wolf von Waldow

 

"Die Hand vor Augen"... die Erfahrung, die einem dazu sofort in den Sinn kommt, ist orientierungslos im Dunkeln zu tappen und selbst das Naheliegenste, nämlich die eigene Hand, die man sich zur Selbstvergewisserung vors Gesicht hält, nicht zu erkennen. Es ist diese Art von scheinbar einfachen Sinnbildern, Gesten und Erfahrungen, die Wolf von Waldow als Rohmaterial nutzt, um sie zu komplexen Bilderfindungen zu verdichten. Zunächst vermitteln seine monochrom schwarzen Laserschnitte aus Stahl den überzeugenden Eindruck von Klarheit und Motivreduktion. Erst auf den zweiten Blick erkennt man ihre semantische Überdeterminierung. Die einzelnen Teile der Arbeit "Masterplan", die gerade für die Ausstellung im Neuen Kunstverein entsteht, erinnern zwar an Verkehrszeichen, bieten aber keine konkreten Handlungsoptionen an. Es sind eher Einkehrzeichen, die zum Erkunden und Selberdenken einladen – und dazu, gemeinsam ein paar Schritte im Dunkeln zu tappen. (Christian Weller)

 

 
Shigeru Takato - Höhlen

1. März - 13. April 2019
Eröffnung: Freitag, 1. März 2019, 19 Uhr



Kleine Grotte (aus der Serie Höhlen), 2017, © Shigeru Takato


Die Fotografien sind von der Innenseite aus in archäologisch bedeutsamen Höhlen aufgenommen worden, in denen prähistorischen Menschen gewohnt haben. Sie zeigen die Landschaften, die die Bewohner durch ihre Höhlenausgänge sehen konnten, wie als Fenster zur Welt. Man kann dadurch ahnen, wie die Steinzeitmenschen damals ihre Außenwelt von ihrem Zuhause durch diese einzig vorhandene Öffnung betrachtet haben müssen. Heutzutage ersetzen diese prähistorische Fenster unsere Fernseh- und Computerbildschirme, die uns unsere Außenwelt mit einer Fülle von Informationen und Nachrichten direkt in unseren Wohnraum liefern

Shigeru Takato auf WDR 5.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 
Alexis Myre

10. Mai - 15. Juni 2019
Eröffnung: Freitag, 10. Mai 2019, 19 Uhr



© Alexis Myre

 

Jedes der Kunstwerke von Alexis Myre ist ein kleines Universum für sich: eine Sphäre, in der natürliche Materialien, geometrische Muster und symbolische Bezüge aufeinandertreffen. Diese Elemente sind in mathematische Systeme eingebunden, in denen Nadeln, Fäden, Skulpturen und Bleistiftlinien jeden Gegenstand und seine Beziehungen darstellen – es entsteht ein Mikrokosmos aus Ordnung und Einfluss.

Myre studierte Mathematik, bevor sie das California College of the Arts mit einem Schwerpunkt in Schmuck- und Metallkunst abschloss. Sie erhielt das Windgate-Stipendiat und hat an verschiedenen Künstlerresidenzprogrammen teilgenommen, unter anderem in Indien, New Mexico, Maine und Houston, USA. Myre arbeite für verschiedene Projekte mit der Malerin Pat Steir, der Dichterin Anne Waldman und dem Filmemacher Ed Bowes zusammen. Ihre Mixed-Media-Skulpturen, Zeichnungen und Wandarbeiten und ihr Schmuck wurden an verschiedenen Orten in New York City, Brooklyn, Baltimore, Houston, San Francisco und Indien gezeigt. Myre lebt und arbeitet derzeit in Brooklyn, New York.

 
Katrin Roeber

6. September - 12. Oktober 2019
Eröffnung: Freitag, 6. September 2019, 19 Uhr


© Katrin Roeber

 

In dem Werk von Katrin Roeber bilden zum einen oft historische Gattungen einen Subtext in ihrer Malerei und ihren Installationen, zum anderen ist ihr Oeuvre geprägt von einem Prinzip der Collage, bei dem die Verbindung disparater Elemente über die faktische Realität des Motivs hinausweist und unterschiedliche Referenzebenen miteinander in Bezug gesetzt werden. Ihre Bilder und Installationen sind Ergebnis eines dialektischen Prozesses aus eigener Wahrnehmung und kunsthistorisch geprägten Vorstellungen. Sie sind damit Ergebnisse einer Auseinandersetzung mit ästhetischen Ideen. Sie visualisieren den künstlerischen Prozess und die Erfahrungen von Katrin Roeber, die die Betrachter*innen sehend nachempfinden und auf dessen Grundlage sie eigene, neue Vorstellungen entwickeln können.

 
Schulkooperation 2019

07. November - 16. November 2019
Eröffnung: Donnerstag, 07. November 2019, 18 Uhr



OGS Am Nocken beim Ausstellungsbesuch phantasmidae

 

Zum siebten Mal zeigen wir die jährlichen Ergebnisse der erfolgreichen Schulkooperation von fünf Wuppertaler Schulen und dem Neuen Kunstverein Wuppertal. Seit acht Jahren existiert der Kooperationsverbund, in dem Klassen unterschiedlicher Jahrgänge die Ausstellungen besuchen und sich im Schulunterricht damit auseinandersetzen. Das erfolgreiche kunstpädagogische Vermittlungs- und Arbeitsprojekt entwickelt sich stetig weiter zu einem nachhaltigen kreativen Netzwerk.