Schön war es
Zwischenraum #2

Auf der Suche nach der wahren Scheininsel - Eine Musik-Installation
Die Wuppertaler Gesellschaft für Neue Musik zu Gast im Neuen Kunstverein Wuppertal

Freitag, 26. Oktober 2018, 18-21 Uhr
Samstag, 27 Oktober 2018, 18-21 Uhr

 

 

Jan Kohl Musik & Film
Linda Vollenweider Szenografsches Konzept


2012 startete eine Expedition ins Korallenmeer nordöstlich von Australien auf der Suche nach Sandy Island. Diese Insel - zu finden in Atlanten, Karten und Google Earth – ist ... eine Phantominsel. Was natürlich nicht heißt, dass es sie nicht gäbe. Natürlich nicht.
 Mich ziehen diese Inseln und die verworrenen, abstrusen und hochgradig unwahrscheinlichen Berichte darüber an. Gerne wandere ich in Gedanken dorthin, mache im Kopf Raum, für das, was sich nicht verorten lässt.
Diese Nicht-Orte entstehen aus Geltungsdrang, Gier und Gauklerlist, Sehnsucht und innerer Heimatlosigkeit der Kapitäne. Sie stechen in See, um unbekannte Regionen zu entdecken, wollen ohne Erfolg nicht zurückkehren. Beschreibe ich hiermit nur Abenteurer und Hochstapler, oder auch mich selbst als Komponist?

Ich schreibe die ersten vier Takte eines neuen Stückes, stelle fest, dass ich nicht den blassesten Schimmer habe, wie jetzt weiter. In meiner Panik arbeite ich die vier mageren Takte bis ins letzte Detail aus. Ich gehe in die Tiefe, statt fortzufahren. 
Bald kommt der Zweifel - sind die entstandenen Takte so gut, wie ihre Ausarbeitung? Also stochere ich tagelang im Nebel auf der Suche nach der kleinsten Idee - und dann, plötzlich reißt der Dunst auf und endlich ist Land in Sicht - oder trügt der Schein?

Mit der Installation „Auf der Suche nach der wahren Scheininsel“ erschaffe ich einen begehbaren Raum für diese musikgewordenen Gespinste aus Angst, Ehrgeiz und Schaffensfreude. Das Publikum möchte ich in diesen schönen, schrägen Schein locken, bis es merkt, dass das alles echt ist...

 

Jan Kohl, Komponist von Film-, Game- und Konzertmusik. Außerdem als Arrangeur und in der Erstellung professionellen Notenmaterials für Aufnahmen und Konzerte tätig.
 Studium der Integrativen Komposition an der Folkwang Universität der Künste, anschließend Studium der Komposition für Film, Theater und Medien an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in der Schweiz.
Mitglied der Deutschen Filmkomponistenunion (DEFKOM), im Deutschen Komponistenverband (DKV) und im Forum Filmmusik.
 Aufführungen und Aufnahmen u.a. mit dem Baltic Sea Philharmonic Orchestra, dem Folkwang Sinfonie Orchester, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, dem Neuen Orchester Basel sowie vielen Solo-Instrumentalisten.
jankohl.com

Linda Vollenweider, geboren 1991 in Zürich. Nach Abschluss einer vierjährigen Ausbildung zur Goldschmiedin wollte sie das Theaterschaffen ausführlicher kennen lernen und gründete 2013 mit Freunden den Verein ‚Jungthaeter‘, in welchem sie bis heute tätig ist und in unterschiedlichen Bereichen (Produktion, Szenografie, Kostüm, Spiel, Vereinsvorstand) Erfahrungen sammelt. Seit 2016 studiert sie Szenografie an der zhdk und beschäftigt sich intensiv mit dem grossen Begriff "Raum". Nebenher arbeitet sie weiterhin als Theaterplastikerin und setzt freie Theater- und Kunstprojekte um.

 

 

Wuppertaler Gesellschaft für Neue Musik e.V.

Die Wuppertaler Gesellschaft für Neue Musik e.V. ist ein junger Verein, der das Ziel hat, zeitgenössische Musik und verwandte Kunst in Wuppertal zu fördern. Die Reihe Zwischenraum möchte zeitgenössische Musiker, Komponisten und Künstler in Räumen vorstellen, die nicht in erster Linie für die Darbietung von Musik gemacht sind, um so Hör- und Konzertgewohnheiten zu hinterfragen und neue Räume zu eröffnen.

 

 

Weitere Veranstaltungen der Wuppertaler Gesellschaft für Neue Musik:

hier

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch

 
Wuppertaler PerformanceNacht – VARIATION(S)

Freitag, 10. November 2017, 19.30 - 22.30 Uhr




VARIATION(S)

Cyril Baldy, Louella May Hogan, Paul Barsch

Zwei Tänzer, zwei Kamerafrauen und ein Bildender Künstler treffen mit ihren Fragen an Bewegung, Interpretation und den Prozess der Veränderung in Wiederholung aufeinander. In einer über den Abend andauernden Situation, die gleichzeitig als Performance und in Projektionen erfahrbar wird, setzen sich Körper, Video- und Projektionsmaterial vor den Augen der Zuschauer zu einer performativen Gesamtsituation zusammen, die in der Veränderung als Verfahren verstanden wird und die Grenzen zwischen Auslöser/Urheber und Abbildung/Interpretation verwischen.

Cyril Baldy ist Tänzer und Choreograph. Er tanzte für das Nederland Dans Theatre II und I und war von 2002 - 2015 Mitglied der Forsythe Company.
Louella May Hogan ist freischaffende Tänzerin und lebt in Melbourne, Australien. Sie ist Mitglied der Prue Lang choreographic research group „PLANT“ und tanzte zuletzt in Rebecca Jensen & Sarah Aikens 'UNDERWORLD' sowie William Forsythes 'One Flat Thing Reproduced' presented by STRUT.
Paul Barsch studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Gemeinsam mit Tilman Hornig gründete er New Scenario, eine dynamische Plattform für performative, zeitbasierte und konzeptuelle Formate.

 
Kunst_ & Museums_Nacht Wuppertal

Freitag, 29. Juni 2018, 18 - 24 Uhr




Zur Kunst_ & Museums_Nacht im Neuen Kunstverein Wuppertal:

Martin Schwenk - Schaumfeld

Die Ausstellung von Martin Schwenk ist die dritte Folge einer Reihe, die sich unter verschiedenen Aspekten mit dem Verhältnis von Natur und Kunst auseinandersetzt. Dabei wird in der Kunst Natur einerseits als Basis und Gegensatz zur Kultur, anderseits als ästhetische Einheit der Wahrnehmung und Vorstellung begriffen.
"Nach meiner Auffassung schafft Skulptur die Möglichkeit einer Betrachtung und Empfindung, wie sie auch in der Natur entstehen könnte. Allerdings nicht durch Imitation von Natur, sondern, indem sie die Mechanismen von natürlichem Wachstum und kulturell geprägter Naturbetrachtung zusammenbringt. So entsteht etwas, was auf unsere Vorstellung von Natur anspielt.
In der Ausstellung für den Neuen Kunstverein Wuppertal wird es unter anderem um die formalen Qualitäten von PU-Schaum gehen, der ungewöhnliche Parallelen zu natürlichem Wachstum aufweist." (Martin Schwenk)

Das gesamte Programm finden Sie hier.

 
Maya Deren Forum - Spiel und Ritual

Donnerstag, 9. November 2017, 19.00 Uhr

 

 


Still from the experimental 1943 short film Meshes of the Afternoon by Maya Deren


“A ritual is an action that seeks the realisation of its purpose through the exercise of form… In this sense ritual is art; and even historically, all art derives from ritual. In ritual, the form is the meaning. More specifically, the quality of movement is not merely a decorative factor; it is the meaning itself of the movement. In this sense, this film is dance […]" - Maya Deren

Anlässlich des 100. Geburtstag von Maya Deren zeigt der Neue Kunstverein Wuppertal die Filme "Meditation on Violence", "Ritual in Transfigured Time" und "At Land". Zudem konnten Florence Freitag für eine Einführung und Dr. Claudia Kappenberg für einen Vortrag gewonnen werden. 1917 geboren, ist Maya Deren eine Pionierin des experiementellen Films und des sog. 'Choreo-Cinéma'. Als Filmemacherin, Tänzerin, Schriftstellerin und Anthropologistin beeinflusste sie zahlreiche Künstler*innen und Wissenschaftler*innen und ihr Werk liefert bis heute wesentliche Beiträge zu unserem Bildverständnis, seinen Aussagen und den Fragen die Bilder über individuelle Erfahrungen, gemeinschaftlichen Traditionen und unsere Geschichten hervorrufen.

Maya Derens Recherchen zum Haitianischen Voodoo und zum Ritual bilden einen bisher noch nicht in allen Facetten ausgeleuchteten Schwerpunkt ihrer Arbeit und einen hervorragenden Knotenpunkt in die Gegenwart. Von Innen nach Außen beleuchtet die Veranstaltung das Ritual nicht nur in den Körpern und im Bild Derens , sondern auch in Derens künstlerisch/technischen Blick durch die Kameralinse. Der Film wird zum Ritual selbst, zu einer Séance. Und wie manifestieren sich ritualisierte Bewegungen (im Bild) heute, welche Position nimmt das Ritual in unserem Alltag und in der Kunst ein und wie unterscheidet es sich vom Spiel?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Tanzrauschen e.V. Wuppertal und Neuer Kunstverein Wuppertal e.V.. Das Programm und die Beiträge werden kuratiert und durchgeführt von Florence Freitag und Dr. Claudia Kappenberg. Mit herzlichem Dank an Mark Tykwer.


 
EIN 1.9 - Matthias Neumann

Donnerstag, 16. März 2016, 19.00 Uhr 

Zum neunten EIN - Abend hat der Neue Kunstverein Wuppertal Matthias Neumann eingeladen. Wie Bühnenbilder gestaltet Matthias Neumann in der Serie „Urbanics“ seine Fotografien und arrangiert mit dem Zufall des Geschehens Menschen in den meist städtischen Szenerien. Dabei scheinen die unterschiedlichen Ebenen wie gestaffelt und als Bilder im Bild miteinander verwoben. So entstehen Fotografien, gefüllt mit Details, in denen sich die Betrachter*innen, bei dem Versuch alles zu entdecken, verlieren.

Matthias Neumann studierte zunächst Violine und Viola an den Musikhochschulen Essen und Berlin. Nach einigen Jahren im Sinfonieorchester Wuppertal reduzierte er seine Stelle, um sich noch intensiver der Fotografie zu widmen. Seit 1998 stellt er regelmäßig aus, 2012 schloss er sein Masterstudium Fotografie an der FH Bielefeld ab. 2013 und 2015 wurden seine Bilder beim OPUS-Fotografiepreis angenommen mit Ausstellungen in Deutschland, Belgien und Luxemburg.

 

Matthias Neumann, Hbf, 2013, 70x105cm, C-Print auf Aludibond, aus der Serie „Urbanics“

 

"EIN - 1 Abend, 1 KünstlerIn, 1 Werk, 1 Bar" ist eine Veranstaltungsreihe des Neuen Kunstverein Wuppertal. In loser Folge stellen sich Künstlerinnen und Künstler mit einem Werk an einem Abend im Ausstellungsraum des Vereins in der Hofaue 51 vor. Weitere Vorgaben gibt es nicht. Die Vorstellung kann zu einem Gespräch über das Wetter oder die Kunst führen, die/der KünstlerIn kann befragt werden oder selber Fragen stellen, es kann geschwiegen, diskutiert, gestritten, geliebt oder getrunken werden. Die Bar ist an diesem Abend geöffnet.

 
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